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XV. Station, an der Käppele-Südwand. Nach der Renovierung 2025.
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Vor der Renovierung 2025
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Sehr gut lesbare Inschrift
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XV. Station, während der Renovierung August 2025
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Eine XV. Kreuzwegstation mit dem Motiv der St. Helena an der Kapelle in Wülfershausen (Lkr. Schweinfurt)
Kreuzweg - XV. Station
Helena mit dem Kreuz
Hans Brech - 15. Station
Die meisten Kreuzwege bestehen aus vierzehn Stationen. Insofern ist die XV. Station am Zeiler Kreuzweg (d.h. an der Südwand des Käppele) recht ungewöhnlich, insbesondere deren Gegenstand, die sog. "Kreuzauffindung" durch die Heilige Helena, die Mutter des ersten christlichen Kaisers Konstantin. Kreuzwege, die dieses Motiv aufnehmen, gibt es in Unterfranken - neben Zeil - aber immerhin mindestens noch zwei weitere, nämlich in Hafenlohr (Kreis Main-Spessart) und in Wasserlosen-Wülfershausen (Kreis Schweinfurt, s. Bild 4).
Das Fest der Kreuzauffindung wurde in katholischen Gebieten früher am 3. Mai gefeiert, heute ist dieser Gedenktag so gut wie vergessen. Der Legende nach wurde in Jerusalem Anfang des vierten Jahrhunderts unter einem heidnischen Tempel das Kreuz Christi gefunden. Helena reiste daraufhin ins Heilige Land, um Teile des Kreuzes nach Konstantinopel zu bringen. Allerdings gibt es mehrere sehr unterschiedliche Versionen der Geschichte. Wie wichtig die Helena-Legende einst für die Kirche war, beweist die Tatsache, dass es in Rom eine eigene, sehr prächtige Basilika dafür gibt: Santa Croce in Gerusalemme.
Bei der Kreuzweg-Einweihung von 1880 ist übrigens nur von vierzehn Stationen die Rede! Auch bei Hoppe in seinen "Flurdenkmälern" (1968) wird die XV. Station nicht erwähnt!
Beschriftung der Stele vorne
Helena mit dem Kreuz
Der Erlebnis‑Kreuzweg Zeil a.Main ist einer der wenigen Kreuzwege mit 15 Stationen. Die heilige Helena ist ein Symbol dafür, wie wichtig uns Menschen greifbare Erinnerungsstücke sind.
Beschriftung der Stele rechts
Helena mit dem Kreuz
Hätte es die Auferstehung Jesu nicht gegeben, wären er und sein Kreuz wohl in Vergessenheit geraten. Trotz Anfeindungen und Verfolgung der ersten Christen hat sich die Botschaft von Jesus Christus ausgebreitet. Der römische Kaiser Konstantin hat schließlich das Christentum aus dem Schatten der Verfolgung befreit und es zur Staatsreligion erhoben. Seine Mutter Helena, die sich schon vor ihm taufen ließ, hatte dabei wohl einen maßgeblichen Einfluss. Den Überlieferungen nach reiste sie nach Jerusalem und ließ dort nach dem Kreuz Jesu suchen. Sie hält es fest umschlungen, will sich mit ihm und damit auch mit Jesus verbunden fühlen. Sie weiß, welche Bedeutung es hat – für sie selbst, aber auch für die Christen auf der ganzen Welt.
Wir Menschen möchten Dinge gerne begreifen. Ein Souvenir aus dem Urlaub, ein T‑Shirt nach einem Konzert oder ein Erbstück, das einem am Herzen liegt... Das alles soll dazu beitragen, die Erinnerungen möglichst lange lebendig zu halten. Solche Erinnerungsstücke können helfen, können Anker sein, um die Geschichten, die ich mit ihnen verbinde, hervorholen zu können. Aber es bleiben Dinge... Sie erzählen die Erinnerungen und Geschichten nicht von selbst. Das muss ich tun, damit sie überdauern können.tut es gut, eine letzte Ehre zu erweisen, die anderen wollen lieber mit sich und ihrer Trauer alleine sein... alles darf sein... jede und jeder hat einen eigenen Weg mit der Trauer umzugehen.
Beschriftung der Stele links
Eine Besonderheit des Zeiler Kreuzwegs
Die meisten Kreuzwege enden mit der 14. Station. Der Zeiler Kreuzweg bildet hier eine Ausnahme mit der 15. Station. Sie zeigt, dass die Geschichte des Kreuzes weiter geht.
Der Legende nach soll die Kaisermutter Helena im Traum den Auftrag bekommen haben, nach Jerusalem zu reisen und das Kreuz zu suchen. Ihre Mitarbeiter fanden drei angeblich gut erhaltene Kreuze, die ein entsprechendes Alter hatten.
Dabei soll eines dieser Kreuze der Ursprung mehrerer Heilungswunder gewesen sein, wodurch es als "das wahre Kreuz" identifiziert wurde. Ob der Kreuzbalken, den Kaiserin Helena gefunden hat, nun tatsächlich der war, an dem Jesus gestorben ist, sei einmal dahingestellt. Aber die Suche nach etwas, das uns mit diesem Jesus verbindet, gibt es noch bis heute. Die Faszination, die Hoffnung, die seine Geschichte vermitteln, dass eben Leid und Tod nicht das letzte Wort haben, haben ihre Wirkkraft noch, gerade dann, wenn ich selbst einen persönlichen "Kreuzweg" zu gehen habe.