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Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schulter
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II. Station, Zustand vor der Renovierung
Kreuzweg - II. Station
Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schulter
Hans Brech - 2. Station
Der Bildstock war auch schon vor der Renovierung 2025 recht gut erhalten, da wohl zwischenzeitlich Ausbesserungsarbeiten stattgefunden hatten..
Dargestellt ist die Szene, als Jesus das Kreuz auf die Schulter geladen wird.
Stifter: "Pfarrer M. Eberth, Leonhard Fritzmann und A. M. Stark von Zeil (1875)"
Beschriftung der Stele vorne
Jesus bekommt das Kreuz auf die Schultern geladen
Die schwere Last des Kreuzes, das Jesus auf sich nimmt, kann als Sinnbild der Lasten des Lebens gesehen werden.
Beschriftung der Stele links
Via dolorosa
Der "ursprüngliche" Kreuzweg, also der Weg, den Jesus selbst in Jerusalem wohl zurücklegen musste, nennt sich heute "Via Dolorosa" – "Weg der Schmerzen".
Es geht stetig bergauf, von den Überresten der Antoniafestung, wo der Sitz des Stadthalters vermutet wird, bis zur heutigen Grabeskirche.
Die Tradition des Kreuzwege-Betens stammt aber aus Europa, genauer gesagt von den Franziskanermönchen. Sie übertrugen die überlieferten Stationen auf den Weg, den sie in Jerusalem vorfanden. Auch heute noch beten sie mit einheimischen Gläubigen jeden Freitag um 15 Uhr den Kreuzweg in den Straßen Jerusalems, wo sie die teilweise unscheinbaren Stationen durch die verwinkelten Gassen des christlichen und muslimischen Viertels führt. Da der Weg stetig bergauf führt, werden die Strapazen Jesu andeutungsweise auch am eigenen Körper spürbar. Dieses "Beten mit allen Sinnen" kann man ebenso eindrücklich bei Kreuzwegen wie dem hier in Zeil haben, die eben einen Berg hinauf führen.